Forbes: Hu Jintao ist mächtiger als Obama

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Chinas Präsident Hu Jintao hat den amerikanischen Präsidenten Barack Obama von Platz 1 der Forbes-Liste mit den mächtigsten Männern der Welt verdrängt.

New York - Der chinesische, nicht der amerikanische Präsident ist nach Ansicht von “Forbes“ der mächtigste Mann der Welt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist unter den Top 10.

Das New Yorker Magazin setzte Chinas Staatschef Hu Jintao auf seiner am Mittwochabend (Ortszeit) veröffentlichten Liste der mächtigsten Menschen der Welt auf Platz 1. Vorjahresprimus Barack Obama folgt erst auf dem zweiten Rang. An dritter Stelle kommt auch ein Mann, den man nicht gleich erwartet hätte: König Abdullah Al Saud, seit 2005 König und Ministerpräsident von Saudi-Arabien. Unter der von den Magazinmachern erstellten Liste der 68 Mächtigsten der 6,8 Milliarden Menschen sind nur zwei Deutsche, die sind aber weit vorn: Fünfter ist Papst Benedikt XVI., “die höchste irdische Autorität für 1,1 Milliarden Seelen, ein Sechstel der Erde“. Als überzeugter Traditionalist kämpfe er gegen Sekularismus, Konsumrausch und Relativismus.

Die zehn mächtigsten Menschen der Welt

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt auf Platz 6. Sie sei die “mächtigste Frau auf dem Planeten“ und die Chefin von Europas größter Volkswirtschaft. Insbesondere ihr Durchgreifen in der Finanzkrise habe ihr den hohen Platz eingebracht. Hu habe seinen ersten Platz nicht nur, weil er mehr Menschen regiert als jeder andere auf der Erde. Er habe vor allem diktatorische Kontrolle über 1,3 Milliarden Chinesen, ein Fünftel der Menschheit. “Im Gegensatz zu seinen westlichen Amtskollegen kann Hu Flüsse umleiten, Städte bauen, Kritiker einsperren und das Internet zensieren, ohne von nervtötenden Bürokraten oder Gerichten aufgehalten zu werden.“ Obama habe hingegen die Zwischenwahlen in den USA und damit einen Teil seiner Macht verloren.

Unter den ersten zehn sind noch Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin und sein britischer Amtskollege David Cameron, US- Notenbankchef Ben Bernanke, die indische Parteichefin Sonia Gandhi und Microsoft-Gründer Bill Gates - allerdings in seiner Eigenschaft als Chef seiner gemeinnützigen Stiftung, die jedes Jahr Milliarden ausschüttet. Den Machern der Liste ging es allein um Macht und Einfluss, nicht um eine moralische Wertung. Deshalb findet sich auf Platz 57 auch Terroristenführer Osama bin Laden. 

dpa

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