Judenhass wird nicht geduldet

Kommentar: Flagge zeigen gegen Antisemitismus

Die TV-Bilder sind noch in guter Erinnerung. Bei antiisraelischen Protesten verbrannten arabischstämmige Demonstranten jüngst Fahnen mit dem Davidstern. Die Wut hier lebender Palästinenser und anderer Muslime entlädt sich immer häufiger in offenem Antisemitismus. Von Peter Schulte-Holtey

Die Union will nun handeln und Ausländer ausweisen, die zu Judenhass aufrufen. Die Forderung zeigt, wie wichtig dieses Thema in Berlin inzwischen geworden ist.

Das grundsätzliche Anliegen von CDU/CSU ist bedenkenswert. Über den arabisch-israelischen Konflikt sollte in unserem Land natürlich offen diskutiert werden; doch der Protest muss friedlich bleiben. Gewalt gegen einzelne Menschen und deren Eigentum oder gegen die hoheitlichen Zeichen der betreffenden Staaten darf nicht zugelassen werden. Entscheidend ist: Jüdische Mitbürger in Deutschland dürfen nicht für all das büßen, was in Israel falsch läuft.

Vor allem sollte der Vorstoß der Union als Signal verstanden werden: Wer aus welchem Grund auch immer nach Deutschland gekommen ist, dem sollte bewusst sein, dass Judenhass bekämpft und nicht geduldet wird. Grundsätzlich sollte in unserer Gesellschaft klar sein: Antisemitische Agitationen und Übergriffe, häufig als antiisraelisch verbrämt, müssen tabu sein – ob sie nun von ganz rechts, ganz links oder aus arabischen Gruppierungen heraus begangen werden.

"Herr, vergib uns": Papst setzt in Auschwitz stille Zeichen

Rubriklistenbild: © p

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare