Grüne: Wulff hat getäuscht

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Die Grünen im Niedersächsischen Landtag haben Bundespräsident Christian Wulff vorgeworfen, als Ministerpräsident das Parlament im vergangenen Jahr getäuscht oder nicht korrekt informiert zu haben.

Hannover - Die Grünen im Niedersächsischen Landtag haben Bundespräsident Christian Wulff vorgeworfen, als Ministerpräsident das Parlament im vergangenen Jahr getäuscht oder nicht korrekt informiert zu haben.

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Er habe die Wahrheit über einen Privatkredit verheimlicht und habe den Landtag nicht umfassend aufgeklärt und mit “recht haarspalterischen Auslegungen“ die Beziehungen zur Familie Geerkens im Dunkeln gelassen, sagte Grünen-Fraktionschefs Stefan Wenzel am Dienstag in Hannover. “Die wirklichen etwaigen wirtschaftlichen Abhängigkeiten damals sind im Nebel geblieben“, sagte Wenzel.

In einer Landtags-Anfrage hatte Wenzel im Februar 2010 gemeinsam mit der Abgeordneten Ursula Helmhold (Grüne) unter anderem nach geschäftlichen Beziehungen Wulffs zu seinem Freund Egon Geerkens gefragt. Wulff habe nicht angegeben, dass er und seine Frau Bettina von der Unternehmergattin ein Darlehen über eine halbe Million Euro erhalten hatten, berichtete die “Bild“-Zeitung. Zuvor soll das Ehepaar Wulff seinen Weihnachtsurlaub 2009 in der Villa des Osnabrücker Unternehmers Egon Geerkens in Florida verbracht haben.

Wulffs Sprecher Olaf Glaeseker betonte am Dienstag, die Anfrage der Grünen-Abgeordneten sei seinerzeit korrekt beantwortet worden.

dpa

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