Über den Wolken

Kommentar: Jobboom bei Lufthansa

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Peter Schulte-Holtey

Ein gutes Zeichen für Rhein-Main und die vielen Beschäftigten beim größten Arbeitgeber der Region: Lufthansa will mit Tausenden neuen Mitarbeitern den Wachstumskurs fortsetzen. Von Peter Schulte-Holtey

Es ist vor allem eine deutliche Ansage an die Konkurrenz. Lufthansa wird also im zunehmenden Wettbewerb mehr denn je Stärke dokumentieren. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine überfällige Entscheidung, denn schon lauern chinesische Fluggesellschaften überall auf der Welt auf ihre Chance. Es ist eine Frage der Zeit, bis sie ihre Präsenz in Europa und Deutschland ausbauen.

Viele im Riesenkonzern werden jetzt optimistischer in die Zukunft gucken. Es ist noch nicht vergessen, dass die Vorgänger von Konzernchef Carsten Spohr lange Zeit die Konkurrenz durch Billiganbieter wie Ryanair oder Easyjet sträflich unterschätzt hatten. Deren Geschäft florierte, das der Lufthansa stagnierte.

Über den Wolken tobt der Kampf um Strecken, Preise und die Kundschaft jetzt erst recht. Flugpassagiere sollten die Entwicklung bei der Kranich-Airline aber mit Argusaugen beobachten. Denn im innerdeutschen Flugverkehr verfügt die Lufthansa künftig fast über eine Monopolstellung. Nach der Pleite von Air Berlin sowie der Streichung diverser Flüge durch die an Pilotenmangel leidende Ryanair hatten viele Reisende ja bereits erleben müssen, wozu Quasi-Monopole führen – die Preise gingen spürbar nach oben.

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