Live-Ticker zur Amtseinführung

Amtseinführung von Joe Biden: Fans von Donald Trump und QAnon fühlen sich betrogen

Joe Biden ist im Amt, Donald Trump hat abgedankt. Das hatten sich viele seiner Fans anders vorgestellt.

  • Am Mittwoch findet in Washington die Amtseinführung von Joe Biden* statt.
  • Anhänger von Donald Trump* sollen verschiedene Proteste planen. Das FBI warnte bereits davor. Die Nationalgarde ist mit Tausenden Sicherheitskräften vor Ort.
  • Die QAnon-Gemeinde ist enttäuscht von den Ereignissen der Amtseinfühung von Joe Biden.

+++ 00.00 Uhr: Während die Welt und die USA Joe Biden und Kamala Harris bei der Übernahme der Amtsgeschäfte der Präsidentschaft zugeschaut haben, verzweifelte eine Gruppe an den Live-Ereignissen: Die Verschwörungsgläubigen, die sich in den vergangenen Jahren unter dem Label QAnon versammelt hatten. Bis zum letzten Moment waren sie davon ausgegangen, dass Donald Trump sich an der Macht halten würde und seine Widersacher:innen mindestens ins Gefängnis stecken würde.

Donald Trump dankt ab – Seine Fans sind enttäuscht

Sogar einen Namen hatte die QAnon-Gemeinde für die massenhaften Verhaftungen am Tag der Amtseinführung von Joe Biden: der Sturm. Als der „größte Tag seit dem D-Day“ würde der vermeintliche Coup in die Geschichte der USA* eingehen, hatten Fans von Donald Trump laut der Internetseite „Daily Beast“ in einschlägigen Foren vermutet.

Passiert ist: nichts. Die Stimmung in Telegram-Chats schlug laut „Daily Beast“ schnell um. „Ich muss mich übergeben“, soll ein Anhänger von Donald Trump berichtet haben. Andere glaubten, der scheidende US-Präsident habe sie alle zum Narren gehalten. „Ich komme mir dumm vor“, beichteten die einen. Andere gaben Einblicke in ihren Alltag: „Meine Familie und meine Kollegen denken, dass ich verrückt bin.“

Bislang ist der Umsturz also ausgeblieben, Joe Biden sitzt im Weißen Haus, Donald Trump in Florida. Keine Aufstände, keine Verhaftungen. Was aus QAnon wird, bleibt abzuwarten.

Amtseinführung von Joe Biden: Bombendrohung gegen den Supreme Court

+++ 18.12 Uhr: Nach einer Bombendrohung gegen den Supreme Court* während der Amtseinführung von Joe Biden arbeitet das oberste Gericht der USA wieder normal. Nach Angaben eines Sprechers wurde das Gebäude entgegen erster Meldungen nicht geräumt. Eine Bombe wurde ebenfalls nicht gefunden.

Bombendrohung gegen Supreme Court während Amtseinführung von Joe Biden

+++ 16.25 Uhr: Bisher ist die Lage rund um die Amtseinführung von Joe Biden angespannt, aber ruhig. Aber das oberste Gericht der USA, der Supreme Court ist am Nachmittag deutscher Zeit wegen einer Bombendrohung geräumt worden, das meldet der US-Nachrichtensender CNN. Auch das Aufgebot der Nationalgarde in dem Bereich solle erhöht worden sein.

Der Supreme Court befindet sich nur rund wenig mehr als 200 Meter vom Kapitol entfernt, wo der 46. Präsident der USA in weniger als zwei Stunden ins Amt eingeführt werden soll. Die Hintergründe der Bombendrohung sind noch unklar.

In Washington hat es eine Bombendrohung gegen den obersten Gerichtshof der USA gegeben.

Flaggen statt Fans zur Amtseinführung von Joe Biden

+++ 14.20 Uhr: Durch die Corona-Pandemie wird es keine gewöhnliche Amtseinführung eines US-Präsidenten sein. Am Kapitol werden keine Fans erwartet, stattdessen wurden Tausende Fahnen aufgestellt. Diese prangen auf der National Mall zwischen dem Kapitol und dem Washington Monument.

Da keine Fans zugelassen am Kapitol zugelassen sind, wurden Fahnen auf der National Mall aufgestellt.

+++ 14.05 Uhr: Die Vorbereitungen auf die Amtseinführung von Joe Biden laufen bereits auf Hochtouren, wie Fotoaufnahmen der Agentur „Imago Images“ zeigen.

Die Vorbereitungen für Joe Bidens Amtseinführung laufen in Washington auf Hochtouren.

In rund drei Stunden ist es so weit: Joe Biden hält seine erste Rede als US-Präsident.

Amtseinführung von Joe Biden live: Wann beginnt die Zeremonie?

+++ 13.45 Uhr: Der Tag der Amtseinführung beginnt für Joe Biden in einer Kirche. Am Mittwochmorgen (Ortszeit, 14.45 Uhr MEZ) will der designierte US-Präsident gemeinsam mit den Anführern der Demokraten und Republikanern eine Messe feiern. Diese findet in der St.-Matthew-Kathedrale statt. Gegen 11.15 Uhr (Ortszeit, 17.15 Uhr MEZ) soll die Zeremonie auf der Westseite des Kapitols in Washington beginnen. Zu Beginn ist die Nationalhymne zu hören, anschließend will die zukünftige Vize-Präsidentin Kamala Harris sprechen und anschließend Joe Biden.

Laut verschiedenen US-Medien ist die Lage rund um das Kapitol bislang ruhig.

Erstmeldung vom Mittwoch, 20.01.2021, 10.30 Uhr: Washington D.C. – Joe Biden wird am Mittwoch (20.01.2021) in Washington als 46. US-Präsident* vereidigt. Rund um die Amtseinführung Bidens wurden die Sicherheitsmaßnahmen enorm verstärkt. Tausende Kräfte der Nationalgarde befinden sich vor Ort und sichern das Gelände. Die Lage ist angespannt, da die Erinnerungen die Ausschreitungen am Kapitol noch frisch sind.* Eine erneute Eskalation wird befürchtet. Der Ablauf der Amtseinführung* könnte zur Zielscheibe werden.

Amtseinführung von Joe Biden: Erneute Ausschreitungen? FBI warnt

Das FBI warnte erst kürzlich, dass Trump-Anhänger neue Proteste planen könnten. Bislang ist unklar, ob und in welchem Ausmaß es dazu kommt. Ein entsprechendes Warnschreiben liegt der Nachrichtenagentur „AP“ vor. Unter den Fans des abgewählten US-Präsidenten befinden sich zahlreiche Rechtsextreme, die bereits in der Vergangenheit auffielen.* „ABC News“ berichtet, dass mehrere bewaffnete Gruppen planen nach Washington zu reisen. Auch in den Reihen der Nationalgarde wurde bereits ein Rechtsextremer entdeckt.

Rund um die Amtseinführung von Joe Biden werden neue Ausschreitungen in Washington befürchtet. (Archivfoto)

In der „New York Times“ wurde davor gewarnt, die Lage rund um die Amtseinführung zu unterschätzen. Die Ausschreitungen am 6. Januar seien „erst der Anfang“ gewesen. „Nachdem der Verschwörungsmob ein solches Gemetzel in der realen Welt angerichtet hat, wären wir töricht anzunehmen, dass sein Appetit gestillt ist. Er wurde vielmehr erst angeregt“, hieß es im Meinungsbeitrag weiter.

Die Zimmervermittlung „Airbnb“ hat bereits angekündigt, Buchungen in Washington streng zu kontrollieren. Wer zu Gruppen gehöre, die Hass verbreiten, oder selbst Anschläge in der Stadt plane, müsse sich auf strafrechtliche Ermittlungen einstellen, so das Unternehmen. Dafür wurde extra eine Hotline eingerichtet, die Gastgebende nutzen können, falls sie einen solchen Eindruck von ihren Gästen gewinnen. (tu) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Ty O Neil via www.imago-images.de

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