Corona

Karl Lauterbach warnt vor Virusmutation B1.617 – „Auch auf Europa kommt ein Problem zu“

Karl Lauterbach bei einem Pressestatement
+
Karl Lauterbach warnt vor einer neuen Corona-Mutation aus Indien.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor einer Mutation aus Indien. Möglicherweise helfen die bekannten Impfungen gegen diese Variante nicht.

Frankfurt – „In Indien bahnt sich eine Covid Katastrophe an“, schreibt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am heutigen Montag (19.04.2021) auf Twitter. Dabei bezieht er sich auf die Corona-Mutation B1.617, die sich aktuell in Indien ausbreitet. Er warnt, dass die indische Virus-Variante auch in Europa zum Problem werden könnte.

Bereits am Samstag (17.04.2021) nannte Lauterbach die Variante auf Twitter „besorgniserregend“. In Großbritannien verbreite sich B1.617 schneller als die britische Variante B1.1.7. Gleichzeitig gebe es im Vereinigten Königreich einen hohen Anteil geimpfter Personen. „Erneut hat sich das Spike Protein verändert“, so Lauterbach.

Karl Lauterbach warnt auf Twitter: Coronamutation aus Indien könnte Europa gefährden

In Indien explodiere die dritte Corona-Welle geradezu, was laut Lauterbach an der neuen Variante liege. Auch für Deutschland sieht er darin eine „besondere Gefahr“, da B.1.1.7 über Großbritannien nach Deutschland kam. Er forderte erneut eine Verschärfung der Bundesnotbremse, da „sie nicht nur die Todesfälle bis zum Sommer bestimmt, sondern auch [den] Impferfolg absichert.“ Sonst verbreiten sich Mutationen zu schnell. Auch msl24.de* berichtet darüber.

In seinem neuen Tweet schreibt Lauterbach, die Mutation B1.617 setze sich in Indien durch. Und er befürchtet für ähnliches für Europa: „Da B1.617 sich auch bei Impfung durchsetzen kann, kommt auch auf Europa ein Problem zu“. Zudem wachsenden Anteil der mit der Mutation Infizierten in England schreibt Lauterbach, es sei „noch unklar, ob dies nur Reisende“ seien. Des Weiteren sieht der SPD-Politiker die Industrieländer moralisch in der Pflicht, auch „ärmere Länder schnellsten[s] mit Impfstoff zu versorgen“. Technisch sei das bereits möglich, ökonmisch und ethisch „ein Muss“.

Ob Impfungen gegen B1.617 helfen, ist momentan nicht gesichert. Der Mediziner Paul Hunter äußerte gegenüber dem „Guardian“, dass es durchaus möglich wäre, dass die Impfstoffe gegen die Corona-Mutante* nicht so effizient seien, wie bei den bekannten Varianten. Sicherheit kann er dazu allerdings nicht geben, es seien zunächst weitere Untersuchungen nötig.

Corona in Indien: Corona-Fallzahlen explodieren

Seit Mitte März steigen sowohl Neuinfektionen als auch Todesfälle in Zusammenhang mit Corona stark an. Laut der „World Health Organization“ (WHO) erreicht der Subkontinent beinahe täglich neue Rekordwerte bei bestätigten Neuinfektionen und Todesfällen. Allein am Sonntag (18.04.2021) wurden über 260.000 Fälle bestätigt. Mit mehr als 15 Millionen bestätigten Corona-Fällen haben sich in Indien die zweitmeisten Personen angesteckt, nur in den USA wurden mehr Fälle nachgewiesen. Gleichzeitig wurden laut dem indischen Gesundheitsministerium in Indien mehr als 107 Millionen Erstimpfungen (Stand: 19.04.2021) verabreicht. Trotz der explodierenden Zahlen wird in Indien ein großes Hindufest geplant* (Sebastian Richter) *hna.de, msl24.de und fr. de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare