Unionspolitiker: Kirche soll Zölibat überdenken

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Bundestagspräsident Norbert Lammert (re.) und Bundesbildungsministerin Annette Schavan (Archivbild vom 28.10.2009).

Essen - Namhafte katholische Unionspolitiker haben sich gegenüber den deutschen Bischöfen für die Weihe verheirateter Männer zu Priestern ausgesprochen.

Das berichtet die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstagausgabe). In einem Brief bitten danach unter anderen Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundesbildungsministerin Annette Schavan (beide CDU) sowie der langjährige Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) Friedrich Kronenberg die Bischöfe dringend, sich in Rom wie in der Weltkirche mit Nachdruck für die Zulassung sogenannter viri probati (“bewährte Männer“) zum Priesteramt einzusetzen.

Alle Gründe, an der Ehelosigkeit der Priester festzuhalten, wögen nicht so schwer wie “die Not vieler priesterloser Gemeinden, in denen die sonntägliche Messfeier nicht mehr möglich ist“. Wenn die Amtskirche zögere, sich mit dem Priestermangel und dem Sinn des Zölibats öffentlich auseinanderzusetzen, “dann müssen es eben engagierte Laien tun“, sagte Lammert den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Samstagausgaben).

Für den Zölibat gebe es weder eine zwingend theologische oder gar biblische Notwendigkeit noch eine praktische Erklärung. So sehr die Regelung nachvollziehbar gewesen sei, “so wenig ist sie heute plausibel“, sagte Lammert.

dapd

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