Anti-Abzock-Gesetz

Kommentar: Bald mehr Sicherheit

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Wenn der Nachwuchs unerlaubt den Lieblingsfilm aus dem Netz heruntergeladen hat, können clevere Anwälte Eltern wegen Urheberrechtsverletzung kräftig zur Kasse bitten - bisher jedenfalls. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Künftig sollen es maximal 155,30 Euro sein, die Anwälte privaten Nutzern beim ersten Mal in Rechnung stellen dürfen. Genug Geld jedenfalls, um den lieben Kindern den Marsch zu blasen. Gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzer müssen - zu Recht - erheblich mehr berappen.

Doch das ist nur ein Beispiel dafür, wie der vorgelegte Gesetzentwurf die Bürger vor der Abzocke im Internet und am Telefon bewahren will. Wenn Inkasso-Firmen und Abmahn-Anwälte künftig nachweisen müssen, wie sie überhaupt zu ihren Forderungen kommen, bedeutet dies mehr Sicherheit für den Internetnutzer. Das gleiche gilt für die Bestätigung telefonischer Gewinnspielverträge. Ohne schriftliche Zustimmung geht künftig nichts.

Dennoch sollten Verbraucher sich nicht in Sicherheit wiegen. Der Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln erfordert auch Eigenverantwortung und Respekt vor dem geistigen Eigentum anderer.

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