Aufgeplatzte Autobahnen

Kommentar: Lehren ziehen

Es ist wie in einem Alptraum. Plötzlich tut sich die Erde auf und bringt den Menschen in höchste Not. Von Ullrich Riedler

Was sich in diesem Sommer in Deutschland abspielt, ist allerdings kein apokalyptisches Öko-Szenario, sondern ganz reale Gefahr: Unsere Straßen können zu Todesfallen werden, weil die Gluthitze den Beton aufbrechen lässt.

Dass nun gerade die Autobahnen als Inbegriff deutscher Perfektion und Zweckmäßigkeit brüchig werden, muss in einem industriellen High-Tech-Land verwundern. Auf den zweiten Blick lässt sich die Ursache dafür aber schnell finden: Ähnlich wie bei Brücken sind viele Straßen in einem maroden Zustand. Das wiederum hat später massive volkswirtschaftliche Folgekosten. Verkehrsminister Peter Ramsauer ist also in der Pflicht, aus dem Etat mehr Geld für die Instandhaltung der Infrastruktur locker zu machen.

Dazu wird auch zählen, dass man auf alten Autobahnen die Betonplatten durch zeitgemäßere Beläge ersetzt. Denn eine Lehre dieses Sommers der aufgeplatzten Autobahnen sollte sein, dass wir unserer Lebensweise und Arbeitstechniken den gewandelten extremen Wetterverhältnissen anpassen müssen. Dies betrifft eine im Sommer sichere Bautechnik ebenso wie unser Verkehrsverhalten.

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