„Pakt für den Nachmittag“

Kommentar: Qualität entscheidet

Es ist ein Kompromiss: Das Land kann den Ausbau von Ganztagsschulen nur schrittweise finanzieren und sucht deshalb den Schulterschluss mit den Kommunen. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Die haben zwar auch kein Geld, stehen aber unter dem massiven Druck der Eltern, die Betreuungsangebote fordern. Gerade Grundschuleltern stehen oft vor einem Dilemma, wenn die Kinder nach jahrelanger ganztägiger Betreuung im Kindergarten plötzlich mittags vor der Tür stehen. Insofern ist der Pakt für den Nachmittag für alle Seiten eine gute Sache.

Der Mut, die Ganztagsschule zur Regel zu machen, fehlt der Landespolitik jedoch. Besonders die CDU, in Teilen noch dem traditionellen Familienbild verpflichtet, pocht von jeher auf Freiwilligkeit. Gute Angebote werden jedoch angenommen. Das große Interesse der Schulträger, Pilotprojekt zu werden, lässt hoffen, dass attraktive Ganztagsschulen entstehen, die alle überzeugen. Für Eltern ist es sekundär, ob das Land oder die Kommune zahlen. Sie wollen, dass ihre Kinder gut betreut und gefördert werden.

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