Unangenehme Wahrheiten

Kommentar zu den Kosten für Flüchtlinge

Eigentlich sollten deutsche Politiker inzwischen begriffen haben, dass sich das Volk nicht für dumm verkaufen lässt. Wer glaubt, unangenehme Wahrheiten verschleiern oder verheimlichen zu können, wird nicht nur früher oder später an der Wahlurne abgestraft. Von Christoph Zöllner

Christoph Zöllner

Er gefährdet auch den Bestand unserer Demokratie, indem er extremen Gruppierungen immer mehr Zulauf beschert. Gerade bei den Prognosen zu Flüchtlingszahlen und -kosten wäre es an der Zeit, dass die Regierungen eine transparentere Kommunikation pflegen. Sonst verstärkt sich bei den Bürgern das ohnehin schon vorhandene Misstrauen bezüglich der Frage, ob unsere Gesellschaft das nun schaffen kann oder nicht.

Der Städtetags-Direktor Stephan Gieseler hat Recht, wenn er verbal in die Offensive geht und erste Folgekosten benennt. Eine Offenheit, die nicht mit Panikmache verwechselt werden darf. Denn wer die Fakten anerkennt, kommt unweigerlich zu folgenden Schlüssen: Ja, die Integration der Flüchtlinge wird viel Geld kosten. Sie kann nur glücken, wenn wir alle Opfer bringen. Und es muss gelingen, dass der Zustrom von Asylbewerbern wieder auf ein beherrschbares Maß eingedämmt wird. Das Prinzip Hoffnung wird den Regierenden auf Dauer nicht helfen, um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren, vielmehr bedarf es realistischer Prognosen und Planungen. Und der Bürger sollte es ruhig wissen…

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Bilder: Einblicke in die Notunterkunft in Mainhausen

Rubriklistenbild: © dpa

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