Deutsche Bank

Kommentar: Ansehen in Gefahr

Auf rund drei Milliarden Euro hatte die Deutsche Bank ihre juristischen Risiken im Geschäftsbericht 2011 beziffert. Ob die Summe noch reicht? Für die Altlasten und nun die neuen Ermittlungen wegen Steuerbetrugs mit Luftverschmutzungsrechten?

Im Mai hatte sich das Geldhaus für 202 Millionen Dollar in den USA freigekauft: Die US-Justiz hatte einer Bank-Tochter Betrug beim Geschäft mit Hypotheken vorgeworfen. In Deutschland laufen Klagen von Kommunen und Landesbanken, die sich bei Zinswetten über den Tisch gezogen fühlen. Offen ist auch noch der Streit um Schadenersatz wegen der Pleite des Kirch-Medienimperiums.

Nun mag man sagen: Nicht die Bank, sondern Einzelne tragen an den Missetaten die Schuld. Aber dem Ansehensverlust kann sich die Bank nicht entziehen. Mit riskanten, moralisch zweifelhaften und auch mit kriminellen Geschäften wird das Image zerstört. Es ist an der Zeit, dass die Deutsche Bank ihre Verhaltensmaßregeln auf den Prüfstand stellt, damit am Ende Schadenersatz und Renommeeverlust den Gewinn nicht übersteigen.

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