Tickende Zeitbomben

Kommentar: Gefährliche Atommüllfässer

Natürlich ist die Beunruhigung jetzt groß - nach dem Fund von Atommüllfässern, die beschädigt oder durchgerostet sind. Eine Umfrage unter den Aufsichtsbehörden zeigt mehr als 2 000 Fälle auf. Auch in unserer Nähe, in Biblis, wurden die tickenden Zeitbomben entdeckt. Von Peter Schulte-Holtey

Grünen-Politiker bringen es auf den Punkt, sprechen von einer erschreckenden Sorglosigkeit im Umgang mit dem strahlenden Müll. Auch dieser Fall verdeutlicht es: Die Atomkraft ist für den Menschen nicht beherrschbar, da hilft kein noch so gutes Argument. Lange Jahre haben viele an die Mär von der billigen Energie geglaubt. Heute blickt man schwer verärgert auf die Werbekampagnen aus Wirtschaft und Politik zurück. Und stellt fest: Noch nicht einmal die Atommüllfässer sind beherrschbar.

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Erneut wird zudem die ganze Wucht des Atomausstiegs sichtbar. Wenn schon die Altlasten - wie die maroden Fässer in Biblis - unerwartet große Schwierigkeiten bescheren, wenn jetzt plötzlich die Gesamtmüllmenge viel höher ausfallen soll, wie wird es dann in Zukunft sein, wenn - bis 2022 - sämtliche Atomanlagen abgestellt worden sind?

Ein vorsichtiger Blick ins Atommüllendlager Asse

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