Kommentar: Internet ist Lebensgrundlage

Rhein-Main - Mal wieder offline und nichts geht? Wenn es in diesem Fall am Anschluss für das Internet liegt, besteht künftig ein Anspruch auf Schadenersatz.

In einem Grundsatzurteil hat der Bundesgerichtshof festgestellt, dass die Nutzung von Internet und E-Mail heutzutage zur Lebensgrundlage gehört. Eine gute Entscheidung für Verbraucher, ihre Position wird verbessert.

Dass es Handlungsbedarf gab, wird niemand ernsthaft bezweifeln. Der Ärger über viele Provider ist weit verbreitet. Solange beim Internetanschluss alles technisch problemlos funktioniert, ist die Welt in Ordnung. Wehe aber, es treten Störungen auf! Dann werden Problemmeldungen oftmals nicht bearbeitet oder man gerät gar in langwierige - teils juristische - Auseinandersetzungen. Im konkreten Fall hatte der Kunde eines Internetproviders seinen Tarif gewechselt - anschließend funktionierte der DSL-Anschluss zwei Monate lang nicht mehr: Kein Internet, kein Festnetz, kein Fax. Der Mann aus Bayern forderte Schadenersatz. Jetzt bekam er höchstrichterlich grünes Licht.

Verbraucherschützer hoffen, dass die Telekommunikationsanbieter nun mehr unter Druck gesetzt werden, kundenfreundlicher zu reagieren. Die große Konkurrenz hat ja zum Glück schon einige Verbesserungen beim Service bewirkt.

peter.schulte-holtey@op-online.de

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