Erst einmal gar nicht

Kommentar: Wie hält es die CDU mit der AfD?

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Das Wort der Parteivorsitzenden gilt. Was soll also die Provokation durch konservative Wortführer in der CDU, die sich ohne Not Gedanken machen über eine Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten der europakritischen Alternative für Deutschland (AfD)?  Von Frank Pröse

Dazu ist doch alles gesagt: Die Spitze der Parteispitze hat jegliche Zusammenarbeit ausgeschlossen. Basta. Wer wie Christean Wagner glaubt, über diese Debatte sein Mütchen an schwarz-grünen Strategen in Hessen beziehungsweise schwarz-roten Strippenziehern in Berlin kühlen zu können, der ist schief gewickelt. Beide Bündnisse sind nur zum Leidwesen einiger weniger Erzkonservativer in der CDU stabil.

Und schließlich hält sich Merkel ja nicht Augen und Ohren zu. Sie sucht die Fehleranalyse, indem sie sich mit den Wählern der AfD beschäftigen will. Es geht ihr also nicht darum, die EU-Kritiker als Schmuddelkinder zu brandmarken, mit denen niemand spielen will. Merkel will sich vielmehr mit den Ursachen für die Protestwahl beschäftigen, beispielsweise mit der geforderten Rückgabe von Entscheidungsbefugnissen durch Brüssel an die nationalen Parlamente. Weniger Einmischung von Brüssel dürfte zum Beispiel eine Parole heißen, mit der man Rechtspopulisten die Grundlage entziehen kann. Und dann sollte die sich mit einem pseudowissenschaftlichen Mäntelchen umgebende AfD an der Lebenswirklichkeit gemessen werden. Daran sind schon andere „Phönixe“ wie die Schill-Partei abgestürzt, die kurzzeitig wie heute die AfD zu den Parteien gehörte, die endlich einmal das auszusprechen wagen, wovor die anderen kneifen. Derweil hat aber Angela Merkel das Wort.

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