Wie teuer darf es denn sein?

Kommentar: Mangelhaftes Essen in der Kita

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Offenbach - Es wird in immer mehr Familien selbstverständlicher, dass die Kinder in der Kita zu Mittag essen. Umso wichtiger ist dort die richtige Ernährung, die natürlich großen Einfluss auf die Gesundheit und die Entwicklung der Kleinen hat. Von Peter Schulte-Holtey

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Speiseplan für Kita-Kinder nicht ausgewogen

Sicherlich haben Mütter und Väter die Qualität der Speisen oftmals hinterfragt. Doch es gab bislang keine wissenschaftliche Erhebung, wie gut das Essen im Kindergarten eigentlich ist. Viele Eltern dürften jetzt die Ergebnisse der Studie „Is(s)t KiTa gut?“ der Bertelsmann-Stiftung schockieren - denn: Nur in jeder dritten Kindertagesstätte ist das Essen auch kindgerecht. Sind die Erkenntnisse tatsächlich verwunderlich? Im großen Maße verlassen sich die Kitas ja inzwischen auf Essensanbieter, die unter erheblichen Kostendruck gesetzt werden. Während die Zahl der Einrichtungen mit Ganztagesbetreuung rasant steigt, tummeln sich auf dem Markt der Großküchen immer mehr Firmen, die mit ihren Produkten Zweifel wecken. Nur knapp ein Drittel der Kindertageseinrichtungen geht einen eigenen Weg, behält die Kontrolle komplett und bereitet alle Speisen selbst zu.

Und natürlich hängt es immer am Geld. Laut der Studie zahlen Eltern im Schnitt 2,40 Euro für ein Mittagessen ihrer Kinder. Für eine ausgewogene Mahlzeit müssten aber es aber entsprechend der Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) vier Euro sein. Mit anderen Worten: Wenn Vater Staat oder die Eltern bereit wären, mehr Geld fürs Essen der Mädchen und Jungen auszugeben, könnte die Speisefolge auch verbessert werden.

Noch eine Frage, die ein Schlaglicht auf das Thema „ausgewogene Ernährung daheim“ werfen könnte: Wäre jetzt nicht eine Untersuchung angebracht, die prüft, wie das Kita-Essen im Vergleich zur durchschnittlichen Mahlzeit im Elternhaus der Kleinen abschneidet?

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