Pauschale muss rauf

Kommentar: Pauschale muss rauf

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Frank Pröse

Wir erinnern uns des Spruchs vom Bundesverfassungsgericht. Demnach sind jene Kosten von der Steuer abzugsfähig, die notwendig sind, um Geld zu verdienen. Dazu zählt auch die Entfernungspauschale. Den Arbeitsweg einfach als Privatsache zu erklären, wäre verfassungswidrig. Von Frank Pröse

Also ist es geboten, bei steigenden Benzinpreisen auch die Pendlerpauschale zu erhöhen. Denn je teurer der Sprit, desto teurer die Mobilität, auf die doch so viele angewiesen sind.

Ja, die Entfernungspauschale ist keine Benzinpreispauschale, weshalb auch nicht bei jedem Cent rauf und runter das Gesetz geändert werden kann. Doch die Eigenheit einer Pauschale ist es, Schwankungen gleich mitauszutarieren. Irgendwann aber entfällt bei stets steigenden Preisen die Geschäftsgrundlage. Die heute absetzbaren 30 Cent pro Kilometer sind angesichts der auf zwei Euro zusteuernden Literpreise für Sprit eine Farce. Die Konsequenz kann nur heißen: Die Pauschale muss rauf.

Die Hüter der Staatsfinanzen sollen sich nur nicht so haben. Die höheren Spritpreise spülen dem Fiskus durch die extreme Besteuerung auch ordentliche zusätzliche Beträge in die Kassen.

Und noch einen Aspekt gilt es zu beachten: Firmen setzen die höheren Spritkosten in voller Höhe von der Steuer ab. Wie will der Staat dem Pendler also verwehren, was er den Unternehmen ohne Diskussion gewährt?

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