Bischöfe beraten über „Pille danach“

Kommentar: Mutter Kirche und die Frauen

So geht es den Frauen in der Kirche: Stehen sie schon mal auf der Tagesordnung bei der Deutschen Bischofskonferenz, passiert in Mutter Kirche so viel, dass sie wieder in den Hintergrund gedrängt werden. Von Claudia Möllers

Gestern sind die Bischöfe in Trier zu ihrer Frühjahrsvollversammlung zusammengekommen – und seit zwei, drei Wochen stehen die Zeichen auf Sturm. Zunächst sorgt die Debatte über die vergewaltige Frau, die von zwei katholischen Krankenhäusern in Köln abgewiesen wurde, für Schlagzeilen. Dann hat der angekündigte Rücktritt von Papst Benedikt XVI. die Welt auf den Kopf gestellt. Doch wenigstens in der Diskussion um die „Pille danach“ kommt Bewegung. Nachdem sogar der Kölner Kardinal Joachim Meisner einlenkt und in Vergewaltigungsfällen eine Pille erlaubt, die eine Befruchtung verhindert, dürften hartherzige Reaktionen wie in Köln an katholischen Krankenhäusern künftig nicht mehr passieren.

Selbst wenn der Studientag über das „Zusammenwirken von Männern und Frauen im Leben und Dienst der Kirche“ etwas im medialen Hintergrund verschwindet – auch eine zeitgemäße Debatte über die „Pille danach“ nutzt den Frauen. Und das andere Thema bleibt auf der Tagesordnung – dafür werden schon die Frauen sorgen.

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