Wie wär‘s mit Flexibilität?

Kommentar zur Rentenreform

Das wird heute kein angenehmer Tag für die Bundesregierung. Im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales steht eine Anhörung zum geplanten Rentenpaket mit der Deutschen Rentenversicherung Bund auf der Tagesordnung. Von Angelika Dürbaum

Vorab ist schon durchgesickert, was die bundesweit wichtigste Renten-Institution von den Plänen der Großen Koalition hält - nämlich nichts. Ihr Fazit: Einer recht kleinen Klientel werden Vorteile geboten, die alle anderen mit höheren Beiträgen und niedrigeren Renten bezahlen müssen. Sogar die Rentner selbst sind betroffen. Vor allem am Lieblingsprojekt von SPD-Sozialministerin Andrea Nahles, der Rente mit 63, lassen die Experten kaum ein gutes Haar.

Wetten, dass die Regierung alle Hinweise in den Wind schlagen und das milliardenschwere Paket trotzdem schnellstmöglich durchpauken wird? Dabei muss das Rentenproblem grundsätzlicher angefasst werden. Es liegen ja auch längst bessere Vorschläge auf dem Tisch, um das System mit Blick auf die demografische Entwicklung zukunftssicher zu machen. Und auch lebensnäher. Die Arbeitswelt wandelt sich rasant, Flexibilität auf allen Ebenen ist das Gebot der Stunde. Flexibler muss auch das Rentensystem werden. Statt die jahrzehntealten Strukturen mit platten Forderungen nach einer Rente mit 70 fortzuschreiben, gilt es Wege zu finden für diejenigen, die auch mit 63, 65 oder 67 Jahren gerne noch arbeiten wollen und für diejenigen, die nicht länger arbeiten können. Wie gesagt,

Die Arbeitswelt wandelt sich rasant, Flexibilität auf allen Ebenen ist das Gebot der Stunde. Folglich muss ebenso das Rentensystem flexibler werden. Statt die jahrzehntealten Strukturen mit platten Forderungen nach einer Rente mit 70 fortzuschreiben, gilt es Wege zu finden für diejenigen, die auch mit 63, 65 oder 67 Jahren gern noch arbeiten wollen. Und für diejenigen, die nicht länger arbeiten können. Flexibler sein müssten also auch die Große Koalition und Frau Nahles: Wie gesagt, Vorschläge gibt es.

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