Kommentar zur Schulessen-Studie

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Peter Schulte-Holtey

An schlechten Nachrichten aus dem Lebensmittelbereich besteht ja seit Jahren kein Mangel. Woche für Woche belegen Verbraucherschützer und Ernährungsberater, dass Kunden von Lebensmittel-Herstellern über den Tisch gezogen werden oder dass sich immer mehr Bundesbürger ungesund ernähren. Von Peter Schulte-Holtey

Dass jetzt auch Schulkinder in den Fokus geraten, sollte aber endgültig als Weckruf verstanden werden und vor allem Mütter und Väter zum Umdenken bewegen.

Denn eines ist doch klar: Das Mittagessen in der Schule wird für immer mehr Kinder zur wichtigsten Mahlzeit des Tages. Nach Angaben der Kultusministerkonferenz werden inzwischen 2,4 Millionen Schüler ganztags unterrichtet, das ist fast ein Drittel aller Kinder von der Grundschule bis zur Mittelstufe. Damit kommt auch der Schulverpflegung eine enorm wachsende Bedeutung zu.

Wer die Ernährung der Schulkinder verbessern will, kommt an einem generellen Umdenken nicht vorbei. Vieles spricht für eine größere finanzielle Unterstützung der Schulküchen durch staatliche Stellen. Preisdruck darf nicht dazu führen, die Empfehlungen der Ernährungsfachleute, beispielsweise regelmäßig Seefisch und Gemüse zu servieren, gar nicht eingehalten werden können.

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Vor allem muss es aber aber um mehr Transparenz gehen. Ein „Ernährungs-TÜV“ (wie ihn Bundesernährungsminister Christian Schmidt gestern gefordert hat) ist auch an den Schulen überfällig - und die Ergebnisse aller Lebensmittelkontrollen an den Schulen müssen veröffentlicht werden.

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