Senioren-Umfrage

Kommentar: Das macht Mut

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Das ist doch mal eine erfreuliche Nachricht: Ältere Menschen in unserem Land empfinden ihre materielle Lebenssituation als positiv, ergab eine Allensbach-Studie. Von Peter Schulte-Holtey

Aus Sicht der 65- bis 85-Jährigen ist sie deutlich besser als die ihrer Altersgruppe vor 20 oder 30 Jahren.

Es bestätigt sich wieder einmal, dass es keiner Rentnergeneration bislang so gut wie dieser ging. Doch Vorsicht: Auch im Alter sind die sozialen Unterschiede zwischen den Schichten in Deutschland zuletzt deutlich größer geworden, wenn auch nicht in derart hohem Ausmaß wie bei den jüngeren Altersgruppen. Es gibt auch Armut unter den Senioren, wenngleich sie einen deutlich kleineren Anteil betrifft als unter den Jüngeren.

Was beim Blick auf die Ergebnisse der Studie auch die Dauerkritiker und Beschwörer eines Generationenkonflikts überraschen muss: Es ist eine Generation, die sich den Herausforderungen stellt, die sich oftmals für die Gesellschaft engagiert. Die Älteren unterstützen umfangreich ihre Kinder und fordern politische Teilhabe. Nicht nur die eigenen Interessen sind ihnen wichtig: Jeweils rund 60 Prozent nennen als Erwartungen an die Bundesregierung die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sowie die Verringerung der Staatsverschuldung. Das macht Mut.

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