Steigender Strompreis

Kommentar: Der Bürger wird geschröpft

+

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wer die Energiewende in Deutschland bezahlt, dann liefert ihn die trockene Statistik des Bundesamts. Von Thomas Grewe

Satte 92 Prozent kostet nach der Berechnung den Privathaushalt heute eine Kilowattstunde mehr als von 14 Jahren. Hält man die Preissteigerung in der Stromerzeugung dagegen, die lediglich 35 Prozent ausmacht, lässt sich erahnen, in welchem Umfang der Bürger geschröpft wurde und wird. Strom in Deutschland ist weder knapp noch teuer, jedenfalls für jene, die damit handeln und Geschäfte machen.

Stadtwerke und Energieversorgungsunternehmen zahlten im August 2014 rund vier Prozent weniger für Strom als im Januar 2000. In der Endabrechnung für private Stromabnehmer macht selbstredend auch der Staat einen guten Schnitt. Steuern und Abgaben auf Strom sind seit dem Jahr 2000 kräftig erhöht worden.

Diese 15 Faktoren erschweren die Energiewende

Diese 15 Faktoren erschweren die Energiewende

Vom liberalisierten Strommarkt, dem billig erzeugten Ökostrom aus Wind und Sonne hat der Bürger bis dato nichts, weil die klassischen Marktmechanismen von Angebot und Nachfrage zulasten der Verbraucher außer Kraft gesetzt wurden. Anstoß an diesen Subventionen von unten nach oben nimmt niemand. Es lohnt sich dennoch, gedanklich das umgekehrte Szenario durchzuspielen, inklusive der Klagelieder der klassischen Industrie-Lobbyisten.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare