Ob’s kalt ist oder heiß...

Kommentar zum Thema Strompreise

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Die Hitzewelle dieses Sommers wird uns Millionen kosten. Doch nicht Klimaanlagen oder Ventilatoren treiben die Stromtarife in die Höhe, sondern die ungleiche Verteilung der erzeugten Elektrizität, die für verstopfte Leitungen sorgt und die europäischen Netze an die Grenze ihrer Kapazität bringen. Und vor allem fehlen die geplanten Stromtrassen von Nord nach Süd. Von Ralf Enders

Ob’s kalt ist oder heiß – am Ende zahlen die Stromkunden. Nicht ganz zu Unrecht drängt sich bei den Verbrauchern dieser Eindruck auf. Warum das so ist, ist nicht ganz einfach zu beantworten und führt in die undurchsichtigsten Eingeweide der Stromversorgung. Fakt ist: Während die Stromkonzerne für Eingriffe in die Leistung ihrer Kraftwerke entschädigt werden, muss der Verbraucher für die unverrückbar eingepreisten Netzentgelte zähneknirschend zahlen. Das trifft einkommensschwache Haushalte am härtesten, denn die Energiekosten steigen für sie im Vergleich am stärksten. Hüten wir uns davor, deshalb die Energiewende zu verteufeln. Die Milliardensubventionen für Atom-, Braun- und Steinkohlekraftwerke zahlt auch nicht die Bundesregierung, sondern der Steuerzahler. Die Zeiten billiger Energie sind passé, ob aus Sonne oder Kohle. Sparen wir also, wo’s geht – mit vernünftigen Geräten und vernünftigem Verhalten.

Wie sicher ist unsere Stromversorgung? Fragen & Antworten

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