Es bleibt nur Vorsorge

Kommentar: Vorsicht Einbruch

Die Erfolgsquote ist hoch, das Risiko gering: Kein Wunder, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche seit fast zehn Jahren kontinuierlich steigt. Der Bund der Kriminalbamten bezeichnet Deutschland schon als Eldorado für Einbrecher, Kriminologen sehen eine „Renaissance des Einbruchs“. Von Ullrich Riedler

Kein Wunder, nirgendwo sonst in Europa gibt es soviel Wohlstand, also auch so viel zu holen. Natürlich sind weiterhin Einzeltäter aus der Stadt oder dem Kiez aktiv, die ihr Diebesgut verhökern, um an Drogen zu kommen. Hinzugekommen sind seit Öffnung der Grenzen aber auch professionelle Banden aus Osteuropa.

In begüterten Quartieren patrouillieren bereits private Sicherheitsdienste, doch die meisten Bürger müssen sich auf die Polizei verlassen. Die ist personell unterbesetzt, kämpft mit Umstrukturierungen und Tätern, die am Tatort kaum Spuren hinterlassen. Insofern ist die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen kläglich gering. Das ist schlimm genug, denn neben dem materiellen Schaden leiden Opfer oft unter Angstgefühlen und spüren den Verlust von Geborgenheit.

Es bleibt also nur die Vorsorge: Die eigene Wohnung oder das Haus gut sichern - viele Täter lassen nämlich schnell von ihrem Objekt ab, wenn sie auf zähen Widerstand stoßen. Zudem sollte man sich wieder auf die alte Tugend der Achtsamkeit auch außerhalb des eigenen Umfelds besinnen. Etwas mehr Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft könnte auch der Polizei im Kampf gegen die Diebesbanden helfen.

So schützen Sie sich vor Einbrechern

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