PISA-Studie

Kommentar: Lesen, lesen, lesen

Deutschlands Schulen kommen bei ihren Bildungsanstrengungen voran. Vor allem in den so wichtigen Fächern Mathematik und Naturwissenschaften haben sich unsere Schüler verbessert. Von Ullrich Riedler

Seit dem PISA-Schock vor zehn Jahren hat sich viel getan. Wer mehr erwartet, verkennt, dass sich Bildungsverbesserungen immer erst über Jahre und Jahrzehnte erzielen lassen.

Dass die Zahl der Schüler weiter hoch ist, die beim Eintritt ins Berufsleben nur auf Grundschulniveau Texte verstehen, muss uns allerdings Sorgen machen. Knackpunkt sind natürlich Kinder mit Migrationshintergrund, deren Eltern nicht oder nur unzureichend Deutsch sprechen. Doch in Zeiten von Computerspielen betrifft die Leseschwäche mittlerweile nicht nur sie allein. Lesen und Schreiben sind elementare Kulturtechniken. Wer sie nicht beherrscht, wird später keinen beruflichen Erfolg haben.

Zwar legt Bildungsministerin Annette Schavan sogleich ein neues Programm für leseschwache Schüler auf. Doch solche Insellösungen versprechen keinen großen Erfolg. Wenn Eltern ihren Kindern wieder regelmäßig vorlesen würden, wäre schon einiges gewonnen. Vor allem aber sollten Leselust und Lesekompetenz noch stärker als bisher im Kindergarten geweckt werden.

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