Leyen: "Uns gehen Arbeitskräfte aus"

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Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU)

Berlin - Arbeitsministerin Ursula von der Leyen sieht in der Arbeitnehmerfreizügigkeit in mehreren osteuropäischen EU-Ländern Chancen für den deutschen Arbeitsmarkt. “Uns geht nicht die Arbeit aus, uns gehen die Arbeitskräfte aus", sagte sie. 

Die Sorge vieler Bundesbürger um Arbeitsplätze und Lohndumping sei nicht nachzuvollziehen, sagte die CDU-Politikerin am Montag im ZDF-“Morgenmagazin“. “Uns geht nicht die Arbeit aus, uns gehen die Arbeitskräfte aus. Und das wird in den nächsten Jahren noch zunehmen“, sagte von der Leyen mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel in der Bundesrepublik. Deutschland hatte - wie einige andere EU-Länder auch - die Arbeitnehmerfreizügigkeit wegen des hohen Einkommensgefälles zwischen alten und neuen EU-Mitgliedstaaten vorübergehend eingeschränkt. Nun fallen diese Beschränkungen weg. “Wir erwarten die jungen, gut ausgebildeten Menschen, die hier Arbeit suchen.

Der fleißige Mittelbau, eben die Fachkräfte, die gesucht werden, die kommen jetzt mehr“, meinte von der Leyen. Diejenigen, die für Billiglöhne schwarz in Deutschland Arbeit suchten, seien größtenteils sowieso schon da. Vorteile könnte die neue Freizügigkeit beispielsweise grenznahen Handwerksbetrieben bringen, “wo sich kein deutscher Jugendlicher mehr auf eine Lehrstelle beworben hat“. Das werde sich im Osten Deutschlands nun durch den vereinfachten Zulauf aus Tschechien oder Polen ändern, sagte von der Leyen. Der Arbeitsmarkt öffnet sich vom 1. Mai an für Arbeitnehmer aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

dpa

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