Kommentar: Lichtblick in Krisenzeiten

Für diese Bilanz ist ein zweifaches Lob fällig. Denn mit sage und schreibe 40,6 Millionen Euro haben die Sternsinger bei ihrer Aktion 2010 das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte erreicht. Warum ist dies gerade in diesem Jahr so erwähnenswert? Von Siegfried J. Michel

Es ist prinzipiell gut, richtig und wichtig, dass soziales Engagement gepflegt wird. Zu Recht aber dürfen die gut 500.000 Kinder in ganz Deutschland, die verkleidet als die „Heiligen Drei Könige“ Caspar, Melchior und Balthasar loszogen, um notleidenden Altersgenossen in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa zu helfen, heuer besonders stolz auf sich sein. Denn sie ließen sich auch von einem der strengsten Winter seit langem, von Eis, viel Schnee und schon bösartig niedrigen Temperaturen weit unter der Null-Grad-Grenze nicht davon abhalten, von Haus zu Haus in ihrer Gemeinde zu ziehen, um für Spenden für Kinder in Not zu bitten. „Die Sternsinger haben gerade in dem letzten kalten Winter gezeigt, wie stark sie sind“, bringt es der Präsident des Kindermissionswerks, Prälat Klaus Krämer, treffend auf den Punkt. Mit ihrer Sammelaktion ist es den engagierten Kindern so erneut gelungen, das Leid von Jungen und Mädchen in anderen Teilen dieser Welt ein Stück weit zu lindern.

Lob an die Spender

Das zweite große Lob an dieser Stelle gebührt den tausenden von Spendern. Denn diese Bundesbürger haben trotz der Unsicherheiten in der Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Geldbeutel weit geöffnet. Das ist gut so und ein Lichtblick in solch stürmischen Zeiten.

Die Sternsinger-Aktion 2010 unter dem Leitwort „Kinder finden neue Wege“ mag auf dem Papier zwar „nur“ das zweitbeste Ergebnis gezeitigt haben. Vor dem Hintergrund der Wetter- und Wirtschaftsunbilden ist es aber in Wahrheit die bisher beste Bilanz.

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