Wetterextreme

Kommentar: Es liegt an uns

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Erinnert sich noch jemand an die Weltklima-Konferenz von Kopenhagen? Das große Palaver ist gerade einmal acht Monate her. Herausgekommen ist nichts.  Von Tibor Pézsa

Anders als in Kopenhagen werden sich im Dezember die Staatschefs auf der Nachfolgekonferenz im mexikanischen Cancún wohl gar nicht mehr blicken lassen. Für was auch? Denn auch die fünftägige Vorbereitungskonferenz vor wenigen Tagen in Bonn endete ergebnislos. Derweil zeigt sich der Klimawandel höchst real: Mit Bränden in Russland, Überschwemmungen in Pakistan und auch bei uns im Dreiländereck an der Neiße. Wetterbedingte Naturkatastrophen, Stürme, Hitze- und Flutwellen nehmen zu, sowohl an Zahl als auch an Stärke.

Klimaschwankungen nicht außergewöhnlich

Wir wissen heute, dass es solche Klimaschwankungen in der Erdgeschichte schon oft gegeben hat. So endete mit einer mittelalterlichen Warmzeit unter anderem die Siedlungsgeschichte der Wikinger auf Grönland. Doch wir wissen auch, dass viele Naturkatastrophen erst durch menschliche Eingriffe ihre Wucht erhalten, wenn sie nicht sogar durch uns selbst verursacht werden.

Während Unternehmen wie die Allianz und Hannover Rück die Folgen der zunehmenden Wetterextreme einpreisen, schauen wir dem Spektakel scheinbar machtlos zu. Was können wir schon tun?

Die Antwort ist vielleicht gerade deswegen nicht befriedigend, weil sie uns selbst am Kragen packt: Alles können wir tun. Umweltschonend, achtsam fahren, leben, arbeiten. Wenn wir es denn wollen.

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