De Maizière: Bundeswehr auf Interventionen vorbereiten

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Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) geht von weiteren Auslandseinsätzen der Bundeswehr aus

Berlin - Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière geht von weiteren Auslandseinsätzen der Bundeswehr aus. Deutschland müsse auch internationale Verantwortung übernehmen und so Einfluss behalten.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat bekräftigt, dass sich die Bundeswehr auch künftig nicht auf die Landesverteidigung beschränken soll. Es sei auch ihre Aufgabe, “Auswirkungen von Krisen und Konflikten auf Distanz zu halten und sich an deren Vorbeugung und Einhegung zu beteiligen“, sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. Deutschland sei ein “großes, wichtiges Land“. Dazu gehöre auch, internationale Verantwortung zu übernehmen. “Wir wollen Einfluss behalten in der Welt.“

Nach elf Wochen im Amt hatte de Maizière am Mittwoch sein Reformkonzept für die Bundeswehr vorgestellt. “Sie ist so nicht zu führen, sie ist strukturell unterfinanziert“, erläuterte er am Donnerstag noch einmal. “Sie ist, was ihr Fähigkeitsprofil angeht, für den Auftrag nicht richtig aufgestellt.“ Die Führungsstruktur sei verkrustet. “Wir haben zu viele Stäbe, auch zu viele Generalsterne, zu viele Vorschriften - und das muss alles geändert werden.“

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Jetzt müsse die Bundeswehr unter anderem um freiwillig Wehrdienstleistende werben. Die Tätigkeit sei “attraktiv, so wie kaum eine Beschäftigung sonst nach der Schulausbildung“, sagte der Minister. “Wenn Arbeitgeber sich später bei zwei Bewerbungen für den entscheiden, der bei der Bundeswehr war, dann hat die Sache Erfolg.“ Er forderte eine gesellschaftliche Debatte um eine Freiwilligenarmee. “Wenn wir der Gesellschaft die Hand reichen, dann muss die Gesellschaft auch diese Hand nehmen.“

dpa

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