Marode Infrastruktur?

Vor Mega-Militärübung: NATO-General lästert über „miserables“ deutsches Verkehrssystem

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NATO-General Manfred Nielson bei einer Pressekonferenz im Jahr 2016.

Deutsche Verkehrswege sind mancherorts in keinem guten Zustand. Die NATO geht weiter: Hinsichtlich eines riesigen für 2021 geplanten Militär-Manövers sei die Infrastruktur zu schlecht.

Im Jahr 2021 ist Deutschland der Schauplatz für eine riesige Einsatzübung der NATO. Nun schlägt der ranghöchste deutsche Offizier Alarm und kritisiert die heimische Verkehrs-Infrastruktur. Manfred Nielson sieht vor der in zwei Jahren geplanten Großübung "Steadfast Defender" erhebliche Defizite, wie Welt.de berichtet. Der 64-Jährige ist der Meinung, dass es bei der Instandhaltung auf deutschen Verkehrswegen jahrelange Versäumnisse gegeben habe und meint dies nicht nur im Hinblick auf den anstehenden Mega-Test der militärischen Verbündeten. So sei die Infrastruktur auch abseits der Armee-Bedürfnisse von Deutschland und Co. "miserabel", wie Nielson ausführt.

Vor Militärübung: NATO-General lästert über deutsche Brücken und Straßen

Auch die logistischen Interessen der USA, die eine neue Kriegswaffe entwickelt haben, sind hierbei von Bedeutung: Bei der für 2021 vorgesehenen Großübung werden laut Aussagen des deutschen Generals über 10.000 amerikanische Soldaten und rund 1100 gepanzerte und auch ungepanzerte Fahrzeuge an verschiedenen europäischen Häfen ankommen. "Ich habe die Sorge, dass viele unserer Straßen und Brücken diesen Belastungen nicht gerecht werden", führte General Nielson weiter aus. Dem NATO-General zufolge räche es sich, dass "wir uns mehr als 20 Jahre um solche Aufgaben nicht ausreichend gekümmert haben".

NATO-Übung 2021: Infrastruktur und Deutsche Bahn ein Hindernis

Auch bei Transporten mit der Deutschen Bahn sieht Nielson, Vize-Kommandeur des NATO-Hauptquartiers Allied Command Transformation im US-Staat Virginia, logistische Probleme auf die beteiligten Truppen zukommen. Ein Beispiel nannte der 64-Jährige in dem Welt.de-Artikel auch gleich: Mit einer Vorlaufzeit von fünf Tagen Panzer innerhalb Deutschlands zu transportieren, sei derzeit mit der Bahn nicht möglich, kritisierte der Nato-General. Stattdessen betrage die Vorbereitungszeit seitens der DB in der Regel 36 Tage.

NATO-Großübung im Oktober 2018: Das Manöver "Trident Juncture" fand in Norwegen statt.

Auch aufgrund der Beschaffenheit der verwendeten Fortbewegungsmittel erwartet Manfred Nielson, früher Admiral bei der Bundeswehr-Marine, Probleme: „Das militärische Großgerät, mit dem wir heute Panzer und andere Fahrzeuge transportieren, ist schwerer geworden. Ich habe die Sorge, dass viele unserer Straßen und Brücken diesen Belastungen nicht gerecht werden.“

Im Herbst 2018 hatte Russland ein gigantisches Militär-Manöver durchgeführt und ließ bei der größten Übung seit 37 Jahren rund 300.000 Soldaten aufmarschieren.

PF mit AFP

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