Ministerin: Arbeitslosigkeit Älterer nicht gestiegen

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Ministerin Ursula von der Leyen erklärt, wie man die Ü60-Arbeitslosen-Statistik richtig liest.

Berlin - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat Berichten über zunehmende Arbeitslosigkeit bei über 60-Jährigen widersprochen.

“Die Zahl der Älteren ohne Job ist in der Wirklichkeit nicht gestiegen, sondern die Statistik muss seit 2007 nur ehrlicher sein“, sagte von der Leyen der “Bild am Sonntag“. An der Einführung der Rente mit 67 hält sie fest.

Die Zahl der arbeitslos Gemeldeten zwischen 60 und 64 Jahren ist nach einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung“ (Samstag) zwischen Oktober 2007 und Oktober 2010 von 34 500 auf rund 145 500 gestiegen. Allerdings waren im Jahr 2007 rund 400 000 Personen zwischen 58 und 64 Jahren in einer speziellen Vorruhestandsregelung. Sie erhielten Arbeitslosengeld bis zum abschlagsfreien Rentenbezug und brauchten sich nicht mehr für den Arbeitsmarkt zur Verfügung zu halten. Deswegen tauchten sie in der Arbeitslosenstatistik nicht auf.

Von der Leyen sagte, jetzt müssten die Jobcenter Ältere in Arbeit vermitteln und auch in der Statistik als arbeitssuchend ausweisen. Die Zahl der Arbeitslosen über 55 Jahre habe sich im Vergleich zum Jahr 2000 nahezu halbiert. Die Zahl älterer Erwerbstätiger zwischen 55 und unter 65 Jahren sei von 2005 bis 2009 um mehr als eine Million gestiegen.

dpa 

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