Mubarak befürchtet Chaos, falls er zurücktritt

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Hunderttausende Menschen in Ägypten und der arabischen Welt fordern den Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak, doch der sagt, er befürchte Chaos, wenn er zurück tritt.

Kairo - Ägyptens Präsident Husni Mubarak hat in einem Interview mit dem US-Sender ABC erklärt, er befürchte Chaos, wenn er zurück tritt. Er wolle sich um sein Land kümmern.

Der schwer angeschlagene ägyptische Staatschef Husni Mubarak würde nach eigenen Worten sein Amt jetzt niederlegen. Er könne dies aber nicht tun aus Furcht, das Land versinke dann noch tiefer im Chaos. Das sagte er am Donnerstag in einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC, wie Starreporterin Christiane Amanpour nach dem Gespräch berichtete.

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Mubarak habe bei dem Interview im Präsidentenpalast außerdem erklärt, er sei betroffen wegen der tödlichen Gewalt zwischen den Gruppen, die für oder gegen die Regierung demonstrieren. Die Regierung sei dafür nicht verantwortlich. Mubarak gab der verbotenen Muslimbruderschaft die Schuld an der Eskalation der Gewalt.

Mubarak hat öffentlich seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt, wenn seine Amtszeit Ende des Jahres abläuft. Die Protestbewegung fordert allerdings seinen sofortigen Rücktritt. Laut ABC-Website erklärte Mubarak außerdem, er habe nicht die Absicht, dass sein Sohn Gamal nach ihm die Präsidentschaft übernimmt. 

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dapd

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