Muslime: Sarrazin "Inbegriff des hässlichen Deutschen"

Köln - Thilo Sarrazin ist nach Einschätzung des Muslim-Zentralverbands “der Inbegriff des hässlichen Deutschen.

 “Die Islamfeindlichkeit in Deutschland hat jetzt einen Namen: Thilo Sarrazin. Er hat dem Ruf unseres Landes mit seinen rassistischen und menschenverachtenden Äußerungen schweren und nachhaltigen Schaden zugefügt“, sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Ayyub Axel Köhler, der Nachrichtenagentur dpa am Montag in Köln.

"Fremde im eigenen Land"

In seinen Äußerungen und in seinem neuen Buch “Deutschland schafft sich ab“ warnt das SPD-Mitglied Sarrazin, die Deutschen könnten zu “Fremden im eigenen Land“ werden und attackiert unter anderem die Muslime. “Sarrazin beschreitet einen gefährlichen Weg. Einen Rassisten wie ihn wird man aber nicht ändern können.

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Die demokratischen politischen Parteien und auch andere Gruppen in der Gesellschaft müssen sich umso mehr klar und öffentlich von ihm distanzieren“, verlangte Köhler. “Sarrazin verführt, er ist populistisch und appelliert an die niederen Instinkte der Bevölkerung“, meinte der Chef des Dachverband mehrerer islamischer Organisationen.

“Das ist aber nur die Spitze des Eisberges. Es zeigt, dass die Islamfeindlichkeit als eine Form des Rassismus auf die politische Agenda gesetzt werden muss. Und wir fordern nachdrücklich, dass auch Maßnahmen ergriffen werden.“ Die Grundlage der Republik gerate sonst ins Wanken.

dpa

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