Nach Wahldebakel: CSU verlangt Krisentreffen

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Der Generalsekretaer der CSU: Alexander Dobrindt.

Berlin - Nachdem Wahldesaster der CDU in Nordhrein-Westfalen sieht die CSU Handlungsbedarf: Sie fordert ein Krisentreffen der Parteivorsitzenden der schwarz-gelben Koalition im Bund.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Philipp Rösler (FDP) müssten über die Konsequenzen aus der Wahl und die Umsetzung ausstehender Projekte auf Bundesebene beraten, verlangte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt am Sonntagabend in der „Berliner Runde“ der ARD.

„Wir wollen, dass diese Koalition in Berlin erfolgreich ist. Und dazu gehört, dass man Beschlüsse, die man getroffen hat, auch umsetzt“, sagte Dobrindt. Bei der Energiewende oder der Steuerentlastung müsse die Koalition klares Handeln zeigen. Der Koalitionsausschuss müsse sich aber jetzt nicht treffen.

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Dobrindt kritisierte den CDU-Spitzenkandidaten Norbert Röttgen, der sich im Wahlkampf nicht klar zu einem Wechsel nach Nordrhein-Westfalen bekannt hatte. Zur Spitzenkandidatur gehöre auch, dass man „für dieses Land brennen muss“, egal, wie die Wahl ausgehe.

Die FDP habe es geschafft, aus dem bürgerlichen Lager zusätzliche Stimmen zu bekommen und gezeigt, dass sie aus dem Tal herauskommen könne. „Ich bin mir relativ sicher, dass das auch für die Bundestagswahl gilt“, ergänzte Dobrindt.

dpa

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