Kommentar zu Guttenberg verzichtet auf Dr.

Kommentar: Nichts übrig von Glaubwürdigkeit

Spätestens seit Montagabend ist klar: Karl Theodor zu Guttenberg kämpft verzweifelt um sein politisches Überleben. Noch am Freitag hatte er zwar ein paar Fehler beim Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit eingeräumt, aber faktisch seine Unschuld beteuert - und den umstrittenen Doktortitel ausdrücklich nur „vorübergehend“ ruhen lassen. Von Martin Krigar

Nun, ein paar Plagiatsenthüllungen später, muss der Verteidigungsminister erkennen: Der Titel ist nicht haltbar. Vielleicht reicht das schnelle Opfer wenigstens für die Fortsetzung der Karriere. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Allzu groß ist diese Hoffnung nicht. Die Plagiatsjäger werden so schnell nicht schweigen. Ebensowenig wird die kritische Öffentlichkeit glauben, dass Guttenberg erst am Wochenende, beim erneuten Lesen der Dissertation, das Ausmaß seiner Fehler erkannt habe.

Auch wenn seine Anhänger es nicht wahrhaben wollen, auch wenn die Kanzlerin betont, sie brauche keinen Wissenschaftler, sondern einen guten Minister: Am Ende leben Politiker immer noch von einem Mindestmaß an Glaubwürdigkeit, Politiker wie der wahrhaftige Guttenberg erst recht.

Von dieser Glaubwürdigkeit ist nichts geblieben.

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