Bundesfreiwilligendienst

Kommentar: Noch viele Fragezeichen

Ab März 2011 werden auch Zivildienstleistende nicht mehr gegen ihren Willen eingezogen. Das wird Spuren hinterlassen. So werden in Hessen voraussichtlich 5 900 Zivi-Stellen wegfallen. Ein Verlust für Krankenhäuser oder Altenheime ist dies auf jeden Fall. Von Peter Schulte-Holtey

Kostensteigerungen sind im sozialen Bereich schon programmiert, weil bei Caritas, Diakonie und Co. wohl vermehrt normale Erwerbstätige (mit unterschiedlichen Qualifizierungen) eingesetzt werden.

Auch ein Bundesfreiwilligendienst wird daran nicht viel ändern können. So ist völlig unklar, wie attraktiv der Dienst tatsächlich sein wird, ob es nicht doch mehr finanzielle Anreize geben muss. Zudem macht er anderen Freiwilligendiensten Konkurrenz, die es schon gibt, dem Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahr, die in Kooperation mit den Ländern und Sozialverbänden betrieben werden. Wenn schon ein neuer Dienst geschaffen wird, dann hätte die Bundesregierung die Chance nutzen sollen, alle Freiwilligendienste von Bund und Ländern unter einem Dach zusammenzufügen. Verwaltungsstrukturen würden „schlanker“, Steuergelder könnten gespart werden.

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