Österreicher bald mit "Operetten-Armee"?

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Nein, so wird das österreichische Bundesheer nicht aussehen. Auf dem Foto stellen Akteuere in historischen österreichischen Armeen eine Schlacht des Siebenjährigen Krieges (1756 bis 1763) nach. 

Wien - Nach Deutschland diskutiert nun auch Österreich heftig über die Zukunft seines Militärs. Eine Befürchtung geht um: Hat die Alpenrepublik bald nur noch eine lächerlich kleine "Operetten-Armee"?

Am Dienstag kritisierten Politiker und Medien die von Verteidigungsminister Norbert Darabos angekündigten Einsparungen. Über die allgemeine Wehrpflicht will der sozialdemokratische Politiker im nächsten Jahr eine Volksbefragung abhalten.

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Darabos hatte am Montag angekündigt, 500 Panzer verschrotten oder verkaufen zu wollen. Damit würde der Minister das schwere Gerät des Bundesheeres um die Hälfte reduzieren. Auch bei der Flug- und Panzerabwehr gibt es Kürzungen, in den nächsten Jahren soll zudem etwa jede dritte Immobilie verkauft werden.

Als Reaktion darauf hagelte es Kritik von allen Seiten: Die Opposition bemängelte, Darabos würde das - im europäischen Vergleich ohnehin sehr kleine - Heer planlos zerstören. “Bundesheer schrumpft zur Operetten-Armee“, bemängelt die Zeitung “Österreich“. Am Mittwoch soll sich eine Expertenrunde mit der Zukunft der Wehrpflicht in Österreich befassen.

dpa

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