Lehrer drohen mit Streik

Offenbach - Muskelspiele vor Beginn der Verhandlungsrunde über Besoldung und Tarife im öffentlichen Dienst Anfang Februar: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schließt inzwischen auch einen Streik der Lehrer (im Angestelltenverhältnis) an Hessens Schulen nicht aus.

Karola Stötzel, Vize-Landesvorsitzende der GEW, gab sich im Gespräch mit unserer Mediengruppe kämpferisch: „Wir fordern auch für die angestellten Lehrer 6,5 Prozent mehr Gehalt. Und die Arbeitszeit für Lehrer muss auf 40 Stunden pro Woche reduziert werden. Wir haben ja in Hessen immer noch bundesweit die höchste Zahl an Pflichtstunden.“ Zudem will die Lehrergewerkschaft bei den Verhandlungen mit dem Land eine Vereinbarung erreichen, um die befristeten Angestelltenverträge im Schuldienst einzuschränken.

Arbeitskampf der Lehrer

Außerdem drängt die GEW darauf, dass der Abschluss auf Landesbeamte und Versorgungsempfänger übertragen wird. „Wir wissen, dass es in diesem Jahr sehr harte Verhandlungen geben wird“, sagte Stötzel: „Auch ein Arbeitskampf der angestellten Lehrer ist dann möglich.“

Parallel beginnt Anfang Februar die bundesweite Tarifrunde für die Angestellten der Länder: Zusammen mit dem Beamtenbund und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi werden die Gewerkschaft der Polizei und die GEW die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) aufnehmen. Die TdL verhandelt dabei für alle Bundesländer außer Hessen, das aus der Tarifgemeinschaft ausgetreten ist. Konflikte sind programmiert: Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), wies die Gewerkschaftsforderung nach 6,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten bereits als überzogen zurück. 

psh

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