US-Verteidigunsminister: Assad ist am Ende

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Der amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta

Washington - Der amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta sieht in der Offensive gegen die syrische Wirtschaftsmetropole Aleppo den Anfang vom Ende des Assad-Regimes.

Wenn die Angriffe mit Kampfhubschraubern und anderen schweren Waffen auf die eigene Bevölkerung fortgesetzt werden, werde sich dies als “Nagel im Sarg Assads erweisen“, sagte Panetta am Sonntag zum Beginn einer Nahostreise.

Bei den bevorstehenden Gesprächen in Tunesien, Ägypten, Israel und Jordanien werde er für einen Konsens darüber werben, dass der syrische Machthaber zurücktreten müsse und ein Übergang zur Demokratie in dem Land einzuleiten sei. Er werde auch seine Konsultationen darüber fortsetzen, dass die syrischen Chemiewaffen nicht in die falschen Hände fallen, erklärte Panetta.

Blutige Proteste in Syrien

Blutige Proteste in Syrien

Die Angriffe der syrischen Regierungstruppen auf die in einigen Vierteln verschanzten Rebellen dauerten am Sonntag an. Telefonisch erreichte Einwohner sprachen von unerträglichen Bedingungen mit pausenlosem Beschuss und knapp werdenden Lebensmitteln.

Unterdessen strömten weiterhin tausende Flüchtlinge von Syrien in die Türkei, nach Jordanien, Irak und Libanon. Die jordanische Regierung eröffnete am Sonntag das erste Zeltlager für syrische Flüchtlinge - der große Zustrom habe sie dazu gezwungen, erklärte Außenminister Nasser Dschudeh. 142.000 Flüchtlinge seien bisher aufgenommen worden. Täglich kämen an die 2.000 hinzu.

dapd

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