Polizei reagiert auf Raser in Baustellen

Kommentar: Richtig blitzen

Wroooam - das wird teuer. Fast im Sekundentakt blitzen in Deutschland die Radarfallen, sind Zivilfahnder mit mobilen Geräten auf den Straßen im Einsatz. Doch wird auch an den „richtigen“ Stellen gemessen?  Von Peter Schulte-Holtey

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Die Unfallserie auf der A3 bringt diese seit Jahren heiß diskutierte Frage wieder in Erinnerung. So darf man sich schon darüber wundern, dass die Polizei offenbar erst jetzt mit größeren Kontrollaktionen in den sogenannten Todesbaustellen auf der A3 reagiert. Dass dort noch immer viel zu viele Autofahrer zu schnell unterwegs sind und damit andere massiv gefährden, ist dabei eindrucksvoll belegt worden. Ein Fahrer jagte sogar mit 142 Kilometern pro Stunde durch die berüchtigte Baustelle bei Bad Camberg mit ihren verengten Fahrspuren. Ein anderer Fahrer hatte 135 km/h auf dem Tacho, als die Polizisten ihn unbemerkt verfolgten und mit der Videokamera die Geschwindigkeit festhielten. Auch etliche weitere Autos waren zu schnell.

Die A3 mit ihren gefährlichen Streckenführungen durch die vielen Baustellen mag keine Todesstrecke sein, ein Angst-Raum ist sie allemal. Die vielen Verletzten durch kleine Unfälle, die Beinahe-Toten und die haarsträubenden Gerade-noch-mal-gut-gegangen-Manöver, die fast jeder A3-Fahrer dort schon erlebt hat, kann niemand wegdiskutieren. Die aktuelle Situation auf den Autobahnen im Rhein-Main-Gebiet sollte zum Nachdenken anregen.

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Die Polizei muss vor allem dort im größeren Stil Blitzer einsetzen, wo es wirklich sinnvoll ist, also in der Nähe von Schulen, von Kindergärten und eben in gefährlichen Autobahn-Abschnitten. Das passiert viel zu wenig. Stattdessen sind die Kontrollen oft an den Ausfallstraßen aus den Städten.

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