Recep T. Erdogan

(sjm) Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoganhat nach dem israelischen Angriff auf die UN-Zentrale im Gazastreifen die Mitgliedschaft des Staates in den Vereinten Nationen infrage gestellt. Israel habe die Welt verhöhnt, so Erdogan. Zugleich verurteilte er Antisemitismus bei Protesten gegen die israelische Gaza-Offensive. Dies zeigt das ganze Dilemma. Denn ja, Israels Regierung hat das Recht und die Pflicht seine Bürger vor Raketenangriffen der radikal islamischen Hamas zu schützen, deshalb aber dürfen die zehntausende von Menschen im Gazastreifen nicht zu rechtlosen Opfern des Krieges gemacht werden. Es ist das brachiale Vorgehen des israelischen Militärs, das zu Protesten führt, den Antisemitismus schürt. Die Opferzahlen auf Seiten der Palästinenser sprechen hier Bände. Ein Frieden ist nur erreichbar, wenn die politischen Betonköpfe auf beiden Seiten endlich einen Schlussstrich ziehen und den Neuanfang wagen.

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