Vertrauen erschüttert

Kommentar: Sicherheitslücke vor Bundestagswahl  

Eine unglaubliche Geschichte: Das Programm, mit dem die Ergebnisse der Bundestagswahl übertragen werden, ist offenbar hoch anfällig. Die Abstimmung erfolgt zwar auf Papier, aber wenn die Daten an die Landes- und Bundeswahlleiter weitergeleitet werden, können Hacker angreifen. Was besonders das , ist die Tatsache, dass ein Informatik-Student die gravierenden Lücken in der Software entdeckt hat. Von Peter Schulte-Holtey

Eilig sind jetzt einige Sicherheitsmängel behoben und Passwörter geändert worden. Der Bundeswahlleiter geht davon aus, dass bis zum 24. September wieder alles korrigiert und geordnet ist. Beruhigend ist das alles nicht. Was bleibt, ist vor allem das Gefühl, den Machenschaften der Hacker in einer stetig wachsenden Zahl von Fällen in immer mehr Lebensbereichen hilflos ausgesetzt zu sein.

Es stimmt zwar, dass die zunehmende digitale Vernetzung ein systemimmanentes Risiko birgt. Dies bedeutet aber natürlich auch, dass die Schutz-Anstrengungen stetig ausgebaut werden müssen. Das aktuelle Wahl-Software-Leck zeigt doch, dass insbesondere Vater Staat viel mehr Geld in IT-Sicherheit investieren muss. Unsere Behörden sollten sich in diesem Bereich noch viel besser aufstellen. Denn oft sind es winzige Schlupflöcher, durch die Hacker in Netzwerke eindringen. Um diese zu stopfen, braucht es wesentlich mehr gut bezahlte Profis in Staatsdiensten.

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