Städtetag will Riesenlaster stoppen

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Ein sogenannter "Gigaliner" ist eine Lastkraftwagen-Kombination mit Motorwagen, Dolly und Sattelauflieger mit einer Fahrzeuglänge von 25 Metern und 40 Tonnen Gesamtgewicht.

Passau -  Die Laster sind 25 Meter lang und wiegen 40 Tonnen. Bald sollen die Riesen auf den Straßen rollen. Der Deutsche Städtetag warnt jetzt vor dem geplanten Pilotversuch mit den "Gigalinern".

“Die sogenannten Gigaliner sind zu groß und zu schwer für die Straßen in den Städten“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetages, Stephan Articus, der “Passauer Neuen Presse“ (Mittwochausgabe). “Außerdem erhöhen sie das Sicherheitsrisiko für alle übrigen Verkehrsteilnehmer, also für Autofahrer, Fußgänger und Fahrradfahrer.“ Zu diesem Ergebnis sei die Bundesanstalt für Straßenwesen bereits im Jahre 2007 in einem Gutachten gekommen.

 “Der jetzt geplante bundesweite Modellversuch ist nicht nur überflüssig, sondern er ist auch noch rechtswidrig“, sagte Articus. Ein Gutachten des Deutschen Instituts für Urbanistik zeige, dass der geplante bundesweite Gigaliner-Pilotversuch nur mit Zustimmung des Bundesrates möglich wäre. Der Städtetag lehnt die Vorbereitung einer generellen Zulassung von den bis zu 25 Meter langen Gigalinern im Straßenverkehr ab.

“Immer mehr Gütertransporte werden von der Schiene auf die Straße verlagert, wenn Gigaliner generell zugelassen werden. Damit würde der Umwelt ein Bärendienst erwiesen“, erklärte Articus. Neben dem Städtetag lehnen auch 8 von 16 Bundesländern den von der Bundesregierung geplanten Feldversuch mit Riesen-Lkw ab. Das Thema beschäftigt von diesem Mittwoch an auch die Konferenz der Länderverkehrsminister.

dapd

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