Stasi-Affäre: Linke-Politikerin zurückgetreten

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Die Linkspartei-Politikerin Gerlinde Stobrawa, soll laut Medienberichten vom DDR-Ministerium für Staatssicherheit als inoffizielle Mitarbeiterin „Marisa“ geführt worden sein.

Potsdam - Die Vizepräsidentin des brandenburgischen Landtags, Gerlinde Stobrawa (Linkspartei), ist nach Stasi-Vorwürfen von diesem Amt zurückgetreten.

Das sagte eine Fraktionssprecherin am Montag der dpa in Potsdam nach einer Vorstandssitzung der Linkspartei. Zuvor hatte die “Berliner Morgenpost“ den Rücktritt gemeldet.

Wer in welchem Bundesland regiert

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Ende vergangener Woche hatte die Linkspartei noch angekündigt, Stobrawa werde den stellvertretenden Präsidentenposten, den sie seit 2005 innehat, vorerst ruhen lassen. Zuvor hatte die Birthler-Behörde neue Akten eines Stasi-Opfers veröffentlicht, in dem sich Berichte eines Inoffiziellen Mitarbeiters (IM) “Marisa“ aus dem Jahr 1987 finden. Aus anderen Unterlagen geht hervor, dass dies der Deckname Stobrawas war. Bisher hatte die Politikerin erklärt, zu keiner Zeit wissentlich als IM gearbeitet zu haben. Der Linke-Landesvorsitzende Thomas Nord erklärte, die neuen Akten ließen Zweifel an dieser Darstellung aufkommen.

Stobrawa werde ihr Abgeordnetenmandat behalten, sagte Linken-Fraktionssprecherin Lamberz.

dpa/AP

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