Weniger Wirtschaftswachstum, aber:

Steuereinnahmen weiter im Plus

Berlin - Der Konjunkturdämpfer im zweiten Quartal hat sich noch nicht auf die Steuereinnahmen von Bund und Ländern ausgewirkt.

Im Juli stieg das Aufkommen ohne reine Gemeindesteuern um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Bundesfinanzministerium in seinem aktuellen Monatsbericht mitteilte.

In den ersten sieben Monaten des Jahres nahm das Steueraufkommen um 2,6 Prozent auf insgesamt fast 330 Milliarden Euro zu. Das Plus liegt damit unter dem bisher für das Gesamtjahr 2014 geschätzten Zuwachs von 3,4 Prozent. Weniger Wirtschaftswachstum schlägt sich in der Regel mit einiger Verzögerung bei den Steuereinnahmen nieder.

Der Rückschlag für die deutsche Wirtschaft dürfte nach Einschätzung des Ministeriums aber nur vorübergehend sein - vorausgesetzt, dass der Konflikt in der Ostukraine nicht weiter eskaliert. „Für den Fall, dass sich die Ukraine-Krise nicht weiter verschärft und keine weiteren gravierenden Sanktionsstufen eintreten, ist zu erwarten, dass die gegenwärtige Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität nur temporär ist“, heißt es. Damit dürften sich auch die Investitionen im Jahresverlauf wieder dynamischer entwickeln.

Nahezu wettgemacht sind die Einbußen bei der Kfz-Steuer nach der Übernahme der Verwaltung durch den Zoll. Im Juli stieg das Aufkommen gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,2 Prozent: „Damit ist der Aufkommensrückstand in Zusammenhang mit der Übertragung der Verwaltungshoheit dieser Steuerart auf die Bundeszollverwaltung weitestgehend aufgeholt“, heißt es. In den ersten sieben Monaten des Jahres lag das Aufkommen bei der Kfz-Steuer mit rund 5,22 Milliarden Euro um 2,6 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

dpa

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