Polizeigewalt gegen Schwarze

Tödliche Polizeischüsse in US-Stadt Baton Rouge - Polizist entlassen

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Baton Rouges Polizeichef Murphy Paul verkündet die Entlassung.

Ein Polizist, der vor fast zwei Jahren den Schwarzen Alton Sterling in Baton Rouge erschossen hat, ist entlassen worden. Das teilte der Polizeichef der Stadt in Louisiana, Murphy Paul, auf einer Pressekonferenz mit.

Baton Rouge - Ein zweiter Polizist wurde für drei Tage vom Dienst suspendiert. Die Behörde veröffentlichte zudem Aufzeichnungen des Vorfalls.

Sterling hatte im Juli 2016 auf einem Parkplatz eines Supermarktes CDs verkauft, als es zu einer Konfrontation mit den beiden Polizisten kam. Ein Anrufer hatte sich zuvor bei der Polizei gemeldet und gesagt, er sei von einem CD-Verkäufer mit einer Waffe bedroht worden.

Die nun veröffentlichten Aufnahmen aus der Bodycam eines der Polizisten zeigen, wie sie sich Sterling nähern und versuchen, ihn dazu zu bewegen, seine Hände auf ein Auto zu legen. Es kommt zu einem Handgemenge auf dem Boden, wenige Sekunden später fallen Schüsse.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates entschieden, keine Anklage gegen die beiden Polizisten zu erheben.

Der Tod von Alton Sterling war einer der aufsehenerregendsten Fälle der vergangenen Jahren, bei denen Schwarze in den USA von weißen Polizisten mit der Dienstwaffe getötet wurden. Erst vor kurzem war in Sacramento (Kalifornien) ein unbewaffneter Schwarzer von Polizisten erschossen worden.

In den USA gibt es seit langem eine Debatte über Polizeigewalt gegen Schwarze. Unter dem Titel „Black Lives Matter“ hat sich eine Protestbewegung formiert. In Baton Rouge war es wiederholt zu Demonstrationen gekommen.

dpa

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