Trittin: Brüderles Atom-Bekenntnis beschädigt Merkel

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Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin

Berlin - Die Grünen sehen nach dem Atom-Wahlkampf-Bekenntnis von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) die Glaubwürdigkeit von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beschädigt.

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Die meisten Deutschen hielten das schwarz-gelbe Atom-Moratorium - die Abschaltung von sieben älteren Atommeilern für drei Monate nach der Japan-Katastrophe - sowieso für ein bloßes Wahlkampfmanöver. “Das taten sie schon, bevor Herr Brüderle beim Bundesverband der Deutschen Industrie diese Wahrheit auch noch ausdrücklich protokollieren ließ“, sagte Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin am Donnerstag im Bundestag. “Die Glaubwürdigkeit der Bundeskanzlerin ist in einer zentralen Frage beschädigt.“

Höhn lobt Brüderle

Die Vize-Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Bärbel Höhn, sagte am Donnerstag “Handelsblatt Online“, zwar wundere es sie nicht, dass Brüderle das Atom-Moratorium vor Industrievertretern mit den anstehenden Landtagswahlen begründet habe. “Es ist aber gut, dass er es ehrlich gesagt hat.“ Die Sicherheitsüberprüfungen der Atomkraftwerke während des dreimonatigen Moratoriums seien so “lasch und unglaubwürdig angelegt“, dass dabei nichts Verwertbares herauskommen könne, kritisierte Höhn. “Die Sicherheit der AKW steht für die Regierung Merkel nicht an erster Stelle, sonst würden sie mit mehr Ernsthaftigkeit an die Sache gehen.“

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dpa

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