Bin Laden war doch nicht bewaffnet

Washington - Terroristenchef Osama bin Laden war entgegen früheren Angaben der US-Regierung unbewaffnet, als er von einem US-Spezialkommando erschossen wurde.

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Das bestätigte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, am Dienstag. Zunächst hatten Regierungsvertreter gesagt, Bin Laden habe sich der Sondereinheit widersetzt und sich an einem “Feuergefecht beteiligt“, bei dem er getötet worden sei. Es sei aber unklar, ob er dazu gekommen sei, Schüsse abzugeben, bevor er selbst getroffen wurde. Carney blieb am Dienstag dabei, dass sich der Al-Kaida-Chef widersetzt habe. “Widerstand zu leisten erfordert keine Feuerwaffe“, sagte er wörtlich. Der Sprecher teilte weiter mit, dass sich eine Ehefrau bei Bin Laden befand, als das Sonderkommando in den Raum stürmte. Auch sie sei unbewaffnet gewesen, habe aber versucht, einen der US-Soldaten anzugreifen.

Sie sei dann ins Bein geschossen worden und habe überlebt. Nach Carneys Worten wurde Bin Laden in einem Raum im oberen Stockwerk des Anwesens in Pakistan getötet. Im ersten Stockwerk habe das Kommando zwei bereits zuvor als Kuriere des Terroristenchefs identifizierte Männer erschossen, eine Frau sei im Kreuzfeuer getroffen und ebenfalls getötet worden. Während der gesamten Aktion habe es intensive Feuergefechte gegeben, so Carney. Er sprach von einer “sehr explosiven Situation“. 

Todesfotos "grausig" 

Wie Carney weiter sagte, hat das Weiße Haus noch nicht entschieden, ob Fotos von der Leiche des Terroristenchefs veröffentlicht werden sollen. Die Bilder seien zweifellos “grausig“. Vor diesem Hintergrund werde geprüft, ob es nötig sei, sie zu veröffentlichen. Bin Laden soll zwei Mal getroffen worden sein, einmal direkt über dem linken Auge. Wie es in Medienberichten hieß, “explodierte sein Kopf“.

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dpa

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