Wenig Vertrauen

US-Präsident Barack Obama setzt den Managern des angeschlagenen Autokonzerns General Motors die Pistole auf die Brust: Wenn innerhalb von 60 Tagen nicht ein brauchbares Zukunftskonzept auf dem Tisch liegt, wird der Laden dichtgemacht. Basta. Das Ultimatum für Chrysler ist nur halb so lang – 30 Tage. Man muss schon ziemlich naiv sein, wenn man diese letzten Gnadenfristen für einen Etappensieg hält.

Der hessische Automobilexperte Roland Koch hofft Zeit zu gewinnen für die Suche nach Investoren.

In Wirklichkeit kommt das Ultimatum der US-Regierung beinahe schon einem Bankrott des Konzerns gleich. Denn GM hat es auch im dritten Anlauf nicht geschafft, so etwas wie eine Perspektive zu entwickeln. Obama war darüber so empört, dass er im selben Atemzug den Rücktritt von GM-Chef Wagoner verkündete. Damit handelte der US-Präsident wie ein Konkursverwalter des Konzerns, der auch in Deutschland 26000 Opel-Mitarbeiter beschäftigt. Die Umstände dieses Ultimatums an GM sind kaum geeignet, das Vertrauen von Investoren zu stärken.

politik@op-online.de

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