Westerwelle warnt vor Bürgerkrieg im Jemen

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle (r, FDP) mit dem Sultan von Oman, Kabus bin Said

Maskat - Außenminister Guido Westerwelle hat bei einem Besuch im Nachbarland Oman vor einem Bürgerkrieg im Jemen gewarnt. Im ärmsten Land der arabischen Halbinsel kommt es schon seit Monaten zu Protesten.

Er forderte den jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Salih auf, den Vermittlungsvorschlag der Golfstaaten für einen geordneten Machtwechsel zu unterzeichnen. Salih ist im Jemen seit 33 Jahren an der Regierung. Westerwelle äußerte sich sehr besorgt über die Entwicklung im Jemen. "Es besteht ein hohes Risiko, dass die anhaltende Gewalt schnell in einen Bürgerkrieg umschlägt", sagte der ehemalige FDP-Vorsitzende.

Zuvor hatten Regierungstruppen und Aufständische im Jemen nach fünftägigen Kämpfen eine Waffenruhe vereinbart. Nach Angaben der Sender Al-Dschasira und BBC wollten beide Konfliktparteien am Sonntag damit beginnen, ihre Kämpfer aus dem Hasaba-Viertel in Sanaa zurückziehen. Bei den Gefechten sollen mehr als 120 Menschen ums Leben gekommen sein.

Seit Mitte Februar fordern Hunderttausende Jemeniten bei Straßendemonstrationen den Rücktritt Salihs. Immer wieder eröffneten Sicherheitskräfte und bewaffnete Salih-Anhänger das Feuer auf die Protestierenden. Viele Menschen wurden getötet und verletzt. Alle Vermittlungsbemühungen sind bisher gescheitert.

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